Senioren als Säule im Verein

Senioren im VereinKommen Männer in ein gewisses Alter und steht der Ausstieg aus dem Berufsleben bevor, bezeichnet man sie als Vorruheständler oder Frühpensionäre. Im Sport dagegen zählen die jung und fit gebliebenen Damen und Herren zur Spezies der „Senioren“. Wie Senioren von Deinem Verein profitieren und Dein Verein von den Senioren, erfährst Du hier.

Senioren im Verein

Als langjähriges Mitglied des Vereines, sind die Senioren Beitragszahler, Nutzer der Einrichtungen, ggf. aktive Spieler oder auch in der Vereinsführung engagiert.

Nach einer Phase der Erholung und der Verarbeitung des Ausstiegs aus dem Berufsleben, kommt der Zeitpunkt, an dem nach einer sinnvollen Betätigung gesucht, oder nach einer Freizeitgestaltung Ausschau gehalten wird. Diese Senioren zeichnet aus, dass sie ihre Freizeit neben der Betreuung der Enkelkinder, frei gestalten können.

Für beide Bereiche bietet der Sportverein den Senioren eine hervorragende Plattform.

Senioren als tragende Säule im Verein

Über die Analyse der Altersstruktur der Mitglieder wird schnell klar, dass die Seniorinnen und Senioren in vielen Vereinen, die größte Mitgliedergruppe bzw. Beitragsgruppe darstellen. In der Vereinsstrukturentwicklung spricht man bei dieser Lage von einer Überalterung des Vereines. Was die Mitgliedseinnahmen dieser Beitragsgruppe betrifft, zählen die Senioren zur tragenden Säule der Vereinsfinanzen und damit zur Basis der Förderung der Jugend.

Senioren im Verein
Senioren als Säule im Verein

Da eine Überalterung des Vereines eine gewisse Gefahr darstellt, gilt es für die Vereinsführung diesem Trend ein langfristig wirkendes Konzept entgegen zu stellen.

Senioren und ihre Bedürfnisse

Um die Basis der Vereinsfinanzierung durch den Verlust von Senioren nicht zu gefährden, muss sich die Vereinsführung mit den Bedürfnissen der Senioren auseinander setzen. Es sind Konzepte zu erarbeiten und Angebote zu machen.                                                                                                          

Was sind die Bedürfnisse der Senioren?                   

Eine Analyse zeigt, die Senioren suchen Gesellschaft, um sich auszutauschen und etwas mit anderen zu unternehmen, Freundschaften zu pflegen und oder Sport zu treiben.

Senioren und das Angebot des Vereines

Um die Interessen der Senioren im Verein zielgerichtet zu ermitteln, bietet sich die Bildung einer Interessengruppe an, die von einem Sprecher der Senioren, der auch im Vorstand des Vereines verankert sein sollte, geführt wird. In der Gründungsversammlung dieser Interessengruppe, sollten die Ziele formuliert und beschlossen werden.

An den Zielen der Interessengruppe ausgerichtet, sollte dann das Angebot des Vereines, zusammen mit dem Sprecher erarbeitet werden.

Und so könnte ein Angebot aussehen:

Treffs zu Ausfahrten mit dem Fahrrad im Sommer

Firmenbesichtigungen zur Teilhabe an der technischen Entwicklung

Gesprächsabende (Vereinsstammtisch)

Gemeinsames Jahresabschlussessen

Besuch von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen

Veranstaltung und Besuch von Freundschaftsturnieren

Kontaktpflege an Geburtstagen, in Krankheitsfällen, Anteilnahme im Trauerfall, Nachruf (Traueranzeige durch die Gemeinschaft)

Senioren als passive Mitglieder

Senioren die aus gesundheitlichen Gründen (OP – oder Verschleißerscheinungen) nicht mehr oder nur gelegentlich ihren Sport ausüben können, stellen sich irgendwann die Frage nach dem Verbleib im Verein und der Zahlung des Mitgliedsbeitrages.   

Hierauf sollte der Vereinsvorstand vorbereitet sein. Wer seine Mitglieder ein wenig kennt weiß, wer seiner Senioren sich aktiv oder passiv im Verein bewegt.

Hier kommt nun der Spruch zur Anwendung

„Frage nicht was der Verein für dich tun kann, sondern frage dich, was du für den Verein tun kannst“!

Eine persönliche Ansprache des passiven „Senioren“ wäre hier sinnvoll, um ihn für den Verein und die Förderung der Jugend zu erhalten. Reicht  die Überzeugungskraft für eine Vollmitgliedschaft nicht aus, sollte versucht werden, zumindest durch eine kostengünstigere passive Mitgliedschaft, bei der auch der verpflichtende Gemeinschaftsdienst entfällt, den Verlust eines Mitglieds zu verhindern.

Senioren die dem Verein helfen

Aus der Ableitung des zuvor zitierten Spruches (was kannst du für den Verein tun) ist die Antwort, dass es eine Menge an Aufgaben, die heute wegen fehlender ehrenamtlicher Hilfe nicht oder nicht ausreichend wahrgenommen werden können, gibt. Ein Verein lebt von der ehrenamtlichen Hilfe, da er die erforderlichen Leistungen nicht bezahlen kann. 

Die Senioren mit ihrer beruflich erworbenen Fachkompetenz, sind für den Verein ein wertvoller Schatz, den es gilt behutsam und zielgerichtet zu nutzen. 

Die Einsatzfelder liegen in der Betreuung von Mannschaften, der Hilfe bei Veranstaltungen, in der Vorstandsarbeit, bei der Werbung für den Verein, bei der Pressearbeit, bei der Pflege und Instandsetzung von Anlagen und Ausrüstungen.

Altes Eisen schmiedet Zukunft: Ehrenamtliches Engagement für Nachhaltigkeit in der nachberuflichen LebensphaseZu guter Letzt noch ein Buchtipp dazu: „Altes Eisen schmiedet Zukunft: Ehrenamtliches Engagement für Nachhaltigkeit in der nachberuflichen Lebensphase“ von Katja Geissler. Dieses Buch gibt Hintergrundinformationen zu den Chancen des demografischen Wandels. Es steckt den Rahmen ehrenamtlichen Engagements von Seniorinnen und Senioren im Non-Profit-Bereich ab und zeigt wie Ehren- und Hauptamtliche zusammenarbeiten können.


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